Beiträge von Yeti

    Fußverkehr nicht vergessen. der sollte aus der Sackgasse "In der Ecke", die selbst ohne Gehweg auskommt auch eine Möglichkeit der barrierearmen Erreichbarkeit des einzigen Gehweges in der Klosterstraße bekommen.

    Wobei ich unterstelle, dass Barrierefreiheit in dem Kaff eine untergeordnete Rolle spielt, wenn man auf dem Gehweg Radverkehr zulässt.

    Vielleicht liegt es auch an meiner "Sozialisierung" aus dem Luftsport / Segelflug, vor jedem Flug alle Steuerorgane zu testen. Meine Frau sagte auch, dass sie beim Aufsteigen auf das Fahrrad nicht die Bremsen zieht. Ich habe nie darüber nachgedacht, ob es ungewöhnlich ist, das zu tun. :/

    Natürlich auch hervorragend markiert und ausgeschildert ...

    Wenn ich von hier komme, ist es ein Gehweg. Und was hat es mit dem [Zeichen 250] auf sich? Wenn das für den Bus-Wendeplatz gemeint ist, steht es in der falschen Richtung.

    In Gegenrichtung hingegen steht [Zeichen 240][Zusatzzeichen 1000-31] Also doch kein reiner Gehweg? Das Ganze ist widersprüchlich. Das erkennen Leute wie hier im Forum, aber 99% der Verkehrsteilnehmer bestimmt nicht. Wenn ich nicht ortskundig bin, kann ich ja auch nicht erst zum anderen Ende der Straße laufen, um nachzusehen, ob das in Gegenrichtung vielleicht anders beschildert ist. Zumal Verkehrszeichen, die in der anderen Fahrtrichtung stehen, ohnehin nicht gelten.

    Ich habe nochmal nachgehakt, ob es dazu Statistiken gibt:

    Zitat

    Hast du eine Statistik, wie viele Leute zur Waschanlage zu Fuß gehen und dann nur das Auto durch die Anlage fahren?

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    Kurz gesagt: Nein – dazu gibt es praktisch keine Statistik.
    Mir ist keine Studie bekannt, die misst, wie viele Leute zu Fuß zur Waschanlage gehen und nur zum Durchfahren ins Auto steigen.

    Was es allerdings gibt, sind allgemeinere Zahlen zum Waschverhalten:

    • Laut einer Untersuchung der Deutschen Automobil Treuhand waschen etwa 40 % der Autofahrer ihr Auto ungefähr einmal im Monat.
    • Von diesen nutzen rund drei Viertel eine Waschanlage statt Handwäsche.
    • In einer Umfrage von 2024 gaben 48 % der Befragten an, Waschanlagen an Tankstellen zu nutzen, während etwa 30 % Waschstraßen verwenden.

    Diese Studien schauen aber nur auf:

    • Wie oft Menschen ihr Auto waschen
    • Welche Art von Anlage sie nutzen

    Sie untersuchen nicht, wie die Leute zur Anlage kommen (Auto, zu Fuß, Fahrrad usw.).

    Warum es dazu kaum Daten gibt

    Solche Details werden selten erhoben, weil:

    • Betreiber nur Anzahl der Waschvorgänge, nicht die Anreise der Kunden erfassen.
    • Marktforschung meist nur nach Häufigkeit und Preis fragt.
    • Das Verhalten stark lokal ist (z. B. Stadt vs. Land).

    Realistische Einschätzung

    In Städten kommt dein Szenario durchaus vor:

    • Wenn die Anlage direkt im Wohngebiet liegt.
    • Wenn man Parkprobleme vermeiden will.
    • Wenn man nur kurz das Auto hinein fährt.

    Aber es ist eher eine individuelle Gewohnheit, kein statistisch erfasstes Massenverhalten.

    Kurz: Es gibt Zahlen zur Autowäsche – aber keine Statistik darüber, wie viele Menschen dafür zu Fuß zur Waschanlage gehen.

    Wenn du willst, kann ich dir auch sagen, was typische Entfernungen sind, die Leute zur Waschanlage fahren – dazu gibt es nämlich ein paar Mobilitätsstudien. 🚗

    Zitat

    Wo gehen die Leute eher zu Fuß zur Waschanlage und warum?

    Spoiler anzeigen

    Menschen gehen eher zu Fuß zur Waschanlage, wenn bestimmte Umfeld- und Nutzungsbedingungen passen. Es gibt zwar kaum direkte Statistiken dazu, aber aus Mobilitäts- und Stadtforschung lässt sich ziemlich gut ableiten, wo und warum das häufiger vorkommt.

    1. Dichter besiedelte Städte

    In größeren Städten wie z. B. Berlin, Hamburg oder Frankfurt am Main passiert das eher.

    Warum:

    • viele Menschen wohnen nur wenige hundert Meter von Tankstellen oder Waschstraßen entfernt
    • Parkplätze sind knapp – man lässt das Auto stehen und läuft hin
    • kurze Wege sind in Städten normaler Teil der Mobilität

    2. Wohngebiete mit Tankstelle oder Waschpark direkt im Viertel

    Wenn eine Waschstraße mitten im Wohngebiet liegt, gehen Leute eher zu Fuß.

    Typische Situation:

    • Auto steht in einer Seitenstraße geparkt
    • Waschpark ist 100–400 m entfernt
    • man läuft hin, holt das Auto, fährt durch die Anlage und bringt es wieder zurück

    Der Grund ist schlicht Bequemlichkeit: Man spart sich das Umparken oder eine Parkplatzsuche.

    3. Länder mit stärkerer Fußkultur

    In Ländern mit hohem Anteil an Fußwegen (z. B. Germany oder Netherlands) ist das Verhalten wahrscheinlicher als in sehr autoorientierten Regionen wie vielen Teilen der United States.

    Grund:

    • Menschen sind gewohnt, kurze Strecken zu laufen
    • Infrastruktur ist fußgängerfreundlicher

    4. Wenn die Waschanlage eine Warteschlange hat

    Ein weiterer praktischer Grund:

    • Man läuft hin und schaut zuerst, wie lang die Schlange ist
    • holt das Auto erst, wenn es sich lohnt

    Kurz zusammengefasst

    Leute gehen eher zu Fuß zur Waschanlage, wenn:

    • die Entfernung unter etwa 300–500 m liegt
    • sie in einer dicht bebauten Stadt wohnen
    • Parkplätze knapp sind
    • oder sie erst prüfen wollen, ob gerade viel los ist

    👉 Bei 200 m Entfernung liegst du genau in dem Bereich, wo viele Menschen tatsächlich einfach hinlaufen würden.

    Wenn du möchtest, kann ich dir auch sagen, ab welcher Entfernung die meisten Menschen anfangen, doch das Auto zu nehmen (da gibt es interessante Mobilitätsdaten).

    A propos KI. Diesmal habe ich nicht Käpt'n Blaubär von der Hansestadt Stade gefragt, sondern ChatGPT:

    Zitat

    Ich möchte mein Auto in der Waschanlage waschen. Die Waschanlage ist aber nur 200m entfernt. Lohnt es sich überhaupt, dafür das Auto zu nehmen?

    Spoiler anzeigen

    Für nur 200 m lohnt es sich praktisch nicht, extra ins Auto zu steigen. 🚗

    Hier ein paar Gründe:

    1. Zeit

    • Einsteigen, Motor starten, anschnallen, wieder aussteigen usw. dauert oft länger als einfach zu laufen.
    • 200 m zu Fuß sind etwa 2–3 Minuten.

    2. Motorverschleiß

    • Ein sehr kurzer Kaltstart ist für den Motor eher ungünstig, weil er gar nicht richtig warm wird.

    3. Spritverbrauch

    • Auf so einer kurzen Strecke verbrauchst du verhältnismäßig viel Kraftstoff.

    4. Praktisch für die Waschanlage

    • Wenn du sowieso dort bist, musst du das Auto ja ohnehin hinein fahren.
    • Viele Leute gehen einfach zu Fuß hin und fahren das Auto dann nur in die Anlage.

    Empfehlung:
    Lauf einfach die 200 m zur Waschanlage. Wenn du dran bist, steigst du kurz ein und fährst durch.

    Ausnahme:
    Es lohnt sich doch zu fahren, wenn z. B.:

    • es stark regnet oder schneit 🌧️
    • du viel Zeug im Auto transportieren musst
    • oder du danach noch weiterfahren willst.

    Wenn du möchtest, kann ich dir auch sagen, ob man vor der Waschanlage etwas am Auto vorbereiten sollte (z. B. Spiegel einklappen, Antenne abschrauben).

    Die nächste Baustelle im "fahrradfreundlichen" Stade.

    Grund Anlass ist diese halbseitige Sperrung von ca. 10m Länge, die den Fahrverkehr nicht wesentlich stärker beeinträchtigt als am Fahrbahnrand parkende Autos.

    In dieser Straße wurde vor 2 1/2 Jahren die Benutzungspflicht aufgehoben und dafür die Piktogramme auf den untermaßigen Gehweg gepinselt. Damit die doofen Fahrrad-Asis bloß nicht auf die Idee kommen, den Autoverkehr auf der Fahrbahn zu stören, hat man die Piktogramme auch in Gegenrichtung markiert, dabei aber leider vergessen, das wohl vorgesehene Geisterradeln auch tatsächlich durch ein [Zusatzzeichen 1022-10] zu erlauben. So weit wollte man dann wohl doch nicht gehen, weil man entweder die StVO gar nicht gelesen hat, oder weil man das Risiko am Ende lieber den Geisterradlern auferlegen möchte und sich damit herausreden, dass das ja gar nicht erlaubt sei. Konsequenter Weise fehlen auch an allen Kreuzungen die Radwegfurten und bereits als dort das Geisterradeln noch per [Zeichen 240] vorgeschrieben war, die [Zusazzeichen 1000-32] über den [Zeichen 205]. im letzten Jahr wurde dann noch die zHg auf 30 km/h gesenkt. Auch bei 50 km/h liegt diese Straße im Belastungsbereich I der ERA 2010. Welche besondere Gefahrenlage irgendeine dieser Maßnahmen rechtfertigen sollte, bleibt das Geheimnis der Verkehrsbehörde.

    Nun also dazu noch eine kleine Baustelle und somit ein Anlass für die "fahrradfreundliche" Stadt Stade, das Radfahren komplett zu verbieten. Eine Umleitung über eine Steigungsstrecke ist ausgeschildert.

    Der erste Schritt wäre wohl, dass der Gerichtsvollzieher Verkehrszeichen abschraubt. Aber wann kann man eigentlich die Zwangsgeld-Karte ziehen? Es muss doch für Beamte (oder Angestellte im Öffentlichen Dienst, die hoheitliche Aufgaben wahrnehmen) irgendwann mal persönliche Konsequenzen haben, wenn sie vorsätzlich und systematisch gegen geltendes Recht verstoßen und rechtskräftige Urteile nicht umsetzen.

    Hoffnung ist: wenn jeder in die ERA reinschauen könnte, würden vielleicht Forderungen nach Radverkehrsmarkierungen über Kreuzungen, an denen RvL gilt, aufhören. Wie in dem von mir verlinkten Beispiel.

    Öffentlich zugänglich: Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO)

    Zitat von VwV-StVO zu §9 Rn4

    Im Fall von Radverkehrsanlagen im Zuge von Vorfahrtstraßen (Zeichen 306) und an Kreuzungen oder Einmündungen mit vorfahrtgebendem Zeichen 301 sind Radwegefurten stets zu markieren. Sie dürfen nicht markiert werden an Kreuzungen und Einmündungen mit Vorfahrtregelung „Rechts vor Links“, an erheblich (mehr als ca. 5 m) abgesetzten Radwegen im Zuge von Vorfahrtstraßen (Zeichen 306) oder an Kreuzungen oder Einmündungen mit vorfahrtgebendem Zeichen 301 sowie dort nicht, wo dem Radverkehr durch Zeichen 205 eine Wartepflicht auferlegt wird.

    Meine diesbezüglichen Hinweise werden aber nicht einmal von der Verkehrsbehörde der "fahrradfreundlichen" Stadt Stade verstanden. Hier gibt es mehrere Radwegfurten an RvL-Kreuzungen oder an Gehwegen und man erklärt mir lieber, warum das eine gute Idee sei, das so zu lassen. Kürzlich hat man sogar eine Radwegfurt an einem Gehweg erneuert.

    Dafür fehlen die vorgeschriebenen Furten im Zuge von Vorfahrtstraßen weiterhin an über 40 Kreuzungen.

    Ich sehe keinen so großen Unterschied zu den bisherigen Regeln. Zumindest in Bayern wird die Gerichtsgebühr sofort mit Erhebung der Klage fällig. Manche Kammern muss man in den Schriftsätzen sowieso erst einmal auf gewisse Sachverhalte hinweisen.

    Ich musste (Niedersachsen) auch immer sofort die Gerichtsgebühr einzahlen, bevor das Verfahren eröffnet wurde. Und offensichtlich muss man hier auch genau erklären, was die Verkehrszeichen, gegen die sich eine Klage richtet, eigentlich bedeuten. :(